Chronik des Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach e.V.

Narrenzunft Rheinbach 1898

Die hundertjährige Geschichte des Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach geht auf den bereits seit 1898 bestehenden Herrenelferrat „Narrenzunft Rheinbach“ zurück. Franz Növer und Theo Haybach legen mit der Gründung der Narrenzunft den Grundstein für den Rheinbacher Traditionsverein. Franz Növer, Präsident der Narrenzunft, wird auch zum 1. Kommandanten des Stadtsoldatencorps ernannt.

Das Corps macht es sich zur Aufgabe, den Straßenkarneval an den drei tollen Tagen der Session zu beleben. Weitere Kameraden schliessen sich den Gründungsvätern an, sodass das Corps im Jahre 1907,  25 Mitglieder zählt.

Die von den Stadtsoldaten organisierten Veranstaltungen sind von jeher vielfältig. Biwaks an den Weihern, dem heutigen Prümer- und Himmeroder Wall, finden bei der Jugend großen Zuspruch. Bei schlechtem Wetter bezieht man Standquartier in den Gaststätten. Von hier aus zieht die Truppe zum Arretieren kapitalkräftiger Bürger in die Stadt. Die Arretier- und Lösegelder werden nach der Session caritativen Zwecken zugeführt. So bekommen beispielsweise Kinder weniger gut gestellter Eltern Gutscheine, mit denen die Festtagskleidung für die Erste Heilige Kommunion erworben werden kann.

Erster Weltkrieg - 1914

Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahr 1914 ist es Franz Növer, der das Stadtsoldatencorps als Kommandant führt. Während des Krieges ruht die Vereinstätigkeit. Bereits in den frühen 20er Jahren ist es wiederum Franz Növer, der den Verein erneut aufbaut.

1929 übernimmt Hans Siebertz als Kommandant die Leitung des Corps. Am 24. Februar 1931 legt er eine Vereinschronik an, die von allen Nachfolgern bis zum heutigen Tage weitergeführt wird. Josef Büttgenbach, Vater des langjährigen Bürgermeisters der Stadt Rheinbach und Ehrenmitgliedes Heinz Büttgenbach, wird Schriftführer der Stadtsoldaten. In besonders schöner Schrift schildert er Begebenheiten, die heute noch vergnügtes Schmunzeln hervorrufen.

Die Chronik übergibt Josef Büttgenbach nach Jahren an den späteren Uniformschneider Johannes Wald. Dieser führt sie dann bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

Ende des Zweiten Weltkriegs - 1945

Auch in einer Zeit der Entbehrungen, als Folge des Zweiten Weltkrieges, trotzen die Stadtsoldaten den Schwierigkeiten und finden einen Neuanfang. Vor ihnen liegt die Stadt zerstört und zerbombt. Mitteilungen darüber, dass der eine oder andere Kamerad im Krieg gefallen ist, bringen Rückschläge. Uniformen sind nicht mehr vorhanden, geschweige denn die nötigen finanziellen Mittel, um einen Start zu wagen. Dennoch findet sich unter dem Kommandanten Johann Lierz eine Handvoll Kameraden zusammen, die sich neu organisiert.

Nachkriegszeit ab 1945

Über den Zeitraum von Kriegsende bis zum Jahre 1947 werden keine Berichte geführt. Im Jahre 1951 macht sich der inzwischen verstorbene Ehrenkommandant Peter Hermanns daran, einen Rückblick über den Wiederaufbau des Vereins zusammenzufassen. Aus dieser Zeit stammt folgendes Anekdötchen:

“Man schrieb das Jahr 1947, eine Zeit britischer Besatzung. Nach langer Wartezeit war es den Stadtsoldaten erstmalig wieder möglich, sich zu ersten Treffen zusammenzufinden. Bei den Treffen war das Tragen von Holzgewehren auf Anordnung des britischen Kommandanten jedoch untersagt. Die Rheinbacher Stadtsoldaten wussten mit rheinischem Humor und karnevalistischem Frohsinn dieses Verbot geschickt zu umgehen und führten in diesem Jahr Holzknüppel zu ihrer Uniform. Bereits im Jahr 1948 durften sich die Stadtsoldaten wieder in ihrer gewohnten Uniform zeigen. Der Weg für den ersten Karnevalszug nach dem Krieg im Jahre 1949 war geebnet.“

Mit dem ersten Karnevalszug nach Kriegsende haben die Rheinbacher Stadtsoldaten noch eine weitere Premiere zu feiern. Erstmalig übernimmt eine Frau die Rolle des Funkenmariechens. Bis 1949 schlüpft stets ein Mann in die Rolle der „Lieblichkeit“. Dass bei den Rheinbacher Stadtsoldaten nicht nur Männer das Zepter in der Hand halten, beweist, dass seit der Session 1974/1975 auch stets eine Frau in den Vorstand gewählt wird.

Wiederaufbau in den 50er Jahren

1956 wird Peter Hermanns Kommandant der Stadtsoldaten. Er gehört zu den ersten Corpsmitgliedern, die nach Kriegsende beim Wiederaufbau dabei sind. Während seiner darauf folgenden 25 Führungsjahre lässt er das Corps zu einem der stärksten und angesehensten Vereine der Region wachsen.

Neue Uniformen – Mitte der 60er Jahre

Eine kleine Revolution innerhalb der Stadtsoldaten findet im Jahre 1964 statt. Erkannte man die Mitglieder des Corps bislang an ihren „grün-weissen“ Uniformen, entscheidet man sich in diesem Jahr dazu, die Uniformjacken in Form und Farbe zu verändern. Gründe dafür liegen in der umständlichen und zeitaufwendigen Pflege und Sauberhaltung der Jacken. Für die neuen Jacken nimmt man die historischen frederizianischen Uniformen als Vorbild. Fortan ist „grün-rot“ die Stadtsoldatenfarbe. Wie bei der Erstausstattung der Stadtsoldaten ist es wiederum Schneider Johannes Wald, der Schnitt, Farbentwurf und das Fertigen der Uniformen übernimmt. Zur gleichen Zeit wird als Kopfbedeckung für alle der Dreispitz eingeführt

Erster Landsturm - 1969

im Februar 1969 regt Peter Hermanns die Durchführung des ersten Landsturms an. Zu den ersten Mitgliedern zählen Bernd Schmitz, Paul Wüst, Peter Linn und Willi Schneider. 1970 kommen Fritz Berg und Franz Mostert hinzu. Seit dieser Zeit nehmen die Landstürmer jedes Jahr mit Witz und stets großem Erfolg kommunale Größen sowie jene, die es sein möchten, unter die Lupe oder auf die Schippe. Auch mit wechselnden Akteuren bleibt der Erfolg dieser Aktion sicher.

Kinderprinzenpaare – 1967/1968

Seit der Session 1967/1968 proklamiert das Stadtsoldatencorps jährlich das Kinderprinzenpaar, übernimmt die Kostümkosten und die nicht immer einfache Betreuung. Diese Aufgabe ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Der Kinderprinzenwagen ist seit 1972 Eigentum der Stadtsoldaten. Zu den Karnevalszügen jeder Session wird er neu geschmückt und beschriftet. Zum gleichen Zeitpunkt beginnt das Corps, seine Kinder- und Jugendarbeit zu intensivieren. Bis zum heutigen Tag schwankt die Zahl der Gruppen stets zwischen 40 und 60 uniformierten Kindern. Ein Einsatz der Betreuerinnen und Betreuer, den der Vorstand der Stadtsoldaten sehr zu schätzen weiss. 

Fanfarenzug - 1969

1969 gründet Hans Lemmen den Fanfarenzug. Bis heute ist der Zug ein festes Standbein der Stadtsoldaten und Aushängeschild des Vereins.

Wasemer Turm - 1971

Ein „eigenes Domizil“ zu besitzen, war ein langersehnter Wunsch der Stadtsoldaten. 1971 beginnen die Verhandlungen mit der Stadt Rheinbach und dem Landeskonservator. Ziel ist es, den Wasemer Turm entsprechend herzurichten. Ende 1971 können die ersten Arbeiten mit finanzieller Hilfe von Stadt und Landeskonservator abgeschlossen werden, um den Turm mit einem Dach auszustatten. 

Komplette Fertigstellung des Wasemer Turms im Jahre 1972

Einweihung des Turms 1973

Zur Fertigstellung des Wasemer Turms müssen Toilettenräume gekachelt und Räume eingerichtet werden. Lampen werden angebracht, Treppen und Wände gereinigt und gestrichen, eine Theke sowie Schränke werden gebaut. Viele weitere Arbeiten schliessen  sich an. Dies schaffen die Stadtsoldaten in eigener Arbeit. Ganz fertig ist der Turm zur Kirmes 1972. Zu diesem Anlass wird er der Öffentlichkeit vorgestellt. Die offizielle Einweihung mit richtigen Tischen und Stühlen nehmen im Januar 1973 Bürgermeister Büttgenbach und Stadtdirektor Kalenberg vor. Damals wie heute ist der Turm Domizil und Treffpunkt der Stadtsoldaten.

Ein Feldkochherd des Bundesgrenzschutzes wird 1972 zur „Gulaschkanone“ (bis zum heutigen Tag mehrmals) umgebaut. Beim Biwak, Karnevalszug und sonstigen Anlässen zählt die hiermit zubereitete Erbsensuppe zu einer „Spezialität“.

Neue Kommandanten – 1977 und 1979/1980

Größtes Fest der Vereinsgeschichte - 1980

1977 wird Heinz Nolden Kommandant und Vorsitzender des Stadtsoldatencorps. Im gleichen Jahr ruft er alle Karnevalsvereine in den Wasemer Turm und gründet die Turmversammlung, die sich 2mal jährlich trifft. Heinz Nolden ist 23 Jahre Sprecher aller Karnevalsvereine. Während der Session 1979/1980 gibt er das Kommando in die bewährten Hände des ehemaligen Kommandanten und jetzigen Ehrenkommandanten Peter Hermanns. Heinz Nolden ist mit Ehefrau Renate, anlässlich des Jubiläums „75 Jahre Stadtsoldaten“, Prinzenpaar der Kernstadt.

Pfingsten 1980 feiern die Stadtsoldaten drei Tage das wohl größte Fest der letzten 35 Jahre Rheinbachs. Nach Meinung mancher „Sachverständiger“ lockt der Zug mehr begeisterte Zuschauer (ca.30.000) an, als ein Veilchendienstagszug. Verantwortlich für den Erfolg zeichnen Josef Kirchhartz und Fritz Berg. Nur Insider wissen, was die Beiden zum Gelingen des Festzuges beigetragen haben. Ein Ureinwohner sagt dem Chronisten: „Su jett hann ich en mingem janze Lewe noch net jesenn“.   

Freundschaft mit der Stadt Deinze in Belgien – 1980

Anlässlich dieser Festvorbereitungen nimmt man mit der Stadt Deinze in Belgien Kontakt auf, die Interesse an neuen Freundschaften zeigte. Nach kurzem Austausch, erklären sich die Belgier spontan bereit, das Fest mit der königlich-katholischen Fanfare St. Cecilia und den Juuls mit 120 Uniformierten zu bereichern. Eine Freundschaft, die bis heute mit einem regen Austausch gepflegt wird.

Arbeiten des Rheinbacher Künstlers und Stadtsoldaten Hans Klinz - 1981

Als in Rheinbach ansässiger Künstler zeichnet Stadtsoldat Hans Klinz für manches Plakat verantwortlich. Anlässlich des 75jährigen Jubiläums beweist er sein Können mit dem Entwurf des Plakates. Auch die bis heute noch existierende Symbolfigur „Et Heinzje“ entstammt seinem Schaffen. 1981 entwirft er den Hexenorden des Vereins. Ein Orden der Extraklasse, den das Motiv des früheren Stadtbildes mit umlaufendem Wassergraben ziert, wird an die Prinzenpaare und einige wenige verdiente Leute verliehen.

Mit der Umwandlung des Saales im ehemaligen Stadtquartier, dem Haus Streng, verlieren die Stadtsoldaten in diesem Jahr ihr Stadtquartier. Für lange Zeit wird die Aula der Hauptschule am Dederichsgraben als Veranstaltungsraum genutzt.

Freundschaft mit den Kieler Poggen - 1984

Am 13.01.1984 nimmt die erste Abordnung der Kieler Poggen – ein Karnevalsverein aus Kiel – erstmalig Kontakt zu den Rheinbacher Stadtsoldaten auf. Eine bis heute andauernde Freundschaft entsteht.

Mit dem Verscheiden des Ehrenmitglieds Jakob Berg verlieren die Stadtsoldaten am 20. Juni 1984 einen Freund, Gönner und Berater:

80 Jahre Stadtsoldaten - 1985

Anlässlich des Jubiläums zum 80-jährigen Bestehen des Stadtsoldatencorps im Jahr 1985 wird ein Fest in der Stadthalle ausgerichtet. Die Schirmherrschaft übernehmen Bürgermeister Heinz Büttgenbach, Landrat und Ehrenmitglied Dr. Franz Möller sowie der Festredner Dr. Klemmert, Amtschef der bayrischen Landesvertretung.

Gründung Brauchtumsverein - 1986

1986 wird der Brauchtumsverein gegründet, dem sich viele Stadtsoldaten anschliessen. Im gleichen Jahr wirken alle Rheinbacher Vereine bei einem großen Volksfest mit. Dem Stadtsoldatencorps gelingt es, mit immensem Einsatz an nur einem Samstag über 18.000 DM zu erwirtschaften und dem Fest zum Erfolg zu verhelfen.

Einweihung Neutor und Wasemer Turm – 1986/87

1986 wird der Neubau des Neutors am Wasemer Turm fertiggestellt. Nach schwierigen, zähen Verhandlungen gelingt es dem Stadtsoldatencorps, das Neutor, ein Anbau zum Wasemer Turm, als ganze Festung vertraglich zu gewinnen. Bei den erforderlichen Arbeiten müssen Wände gereinigt und imprägniert, Tische und Bänke gebaut, Stühle und Polster gekauft sowie eine Inneneinrichtung gefertigt werden. In vielen Arbeitsstunden ist es am 24.01.1987 soweit, Bürgermeister Heinz Büttgenbach, Landrat Dr. Möller, die Fraktionsvorsitzenden, das Kinderprinzenpaar der Stadtsoldaten, viele Freunde und Gönner weihen mit den Stadtsoldaten das Neutor ein.

Inzwischen hat sich der Wasemer Turm als Räumlichkeit für die unterschiedlichsten Veranstaltungen etabliert. Das Stadtsoldatencorps stellt seine „Festung“ gegen Kostenerstattung mit Bewirtung zur Verfügung.

Stadtsoldaten im hohen Norden - 1987

Am 6. Februar 1987 begeben sich 104 Personen auf große Fahrt nach Kiel zum 33jährigen Jubiläum der Kieler Poggen. Die Festlichkeiten führen die Stadtsoldaten zum Beziehen des Quartiers in die Jugendherberge. Bei einem gemeinsamen Kennenlernen mit einem Karnevalsverein aus Büdingen bei Frankfurt und den Kielern wird der Abend mit einem „Kiel Ahoi“ beschlossen. An den darauffolgenden Tagen folgen ein Empfang im Rathaus und im Kieler Landtag. Ein aufwendig ausgearbeitetes Besichtigungsprogramm dient der Unterhaltung, bevor die Stadtsoldaten aus Rheinbach den Jubiläumsabend mit gelungenen Auftritten mit gestalten. Kiel lernt die Begriffe Wibbelfötche und Stippefötche kennen.

20 Jahre Musikzug der Stadtsoldaten

Gründung des Festausschusses Rheinbacher Karneval - 1989

Vom 16. bis 18. Oktober 1989 wird das 20-jährige Jubiläum des Musikzuges der Stadtsoldaten gefeiert. Unter Mitwirkung befreundeter Vereine, den Blasmusikanten aus Gressenich, den Eifellandmusikanten aus Arloff-Kirspenich und den Eifellandmusikanten aus Elsenborn in Belgien veranstalten die Stadtsoldaten ein Oktoberfest im großen Zelt auf dem Prümer Wall.

Im gleichen Monat des Jahres 1989 wird der „Festausschuss Rheinbacher Karneval“ gegründet. In Anwesenheit der Vorsitzenden, Kommandanten, Präsidenten aller Karnevalsvereine inclusive der Ortschaften wird der Vorstand gebildet. Vorsitzender wird der Kommandant der Stadtsoldaten, Heinz Nolden, der diesen Posten schon als Sprecher aller Vereine seit 13 Jahren ausübte. Organisationsleiter bleibt Hans Schons, die Leitung des Karnevalzuges bleibt in den bewährten Händen von Hans-Peter Gilles.

Fahrt an den Tegernsee - 1991

Zum Pfingstfest 1991 fahren über 80 Stadtsoldaten für fünf Tage an den Tegernsee. Der Musikzug gibt zwei erfolgreiche Konzerte. Ein Konzert findet im gut besuchten Kurkongress-Saal in Rottach–Egern statt, das andere bei strahlendem Sonnenschein im Kurpark von Kreuth. Ausflüge wie die Fahrt über den Sylvensteinstausee zur Eng–Alm mit Wanderung im 40 cm hohen Schnee zur Bins–Alm und zünftiger Einkehr werden begeistert angenommen. Weitere Ausflüge zum Achensee nach Pertisau schliessen sich an. Viele kleine Wanderungen und Kaffeekränzchen festigen die Kameradschaft.

Rücktritt des Kommandanten Hans Nolden – Amtseinführung des neuen Kommandanten -  1992

Im Mai 1992 tritt der Kommandant und Vorsitzende Heinz Nolden aus gesundheitlichen Gründen von seinen Ämtern zurück. Neu ist ab jetzt, dass die Ämter Kommandant und Vorsitzender getrennt werden. Kommandant wird der langjährige Stellvertreter, Georg Bartel, Vorsitzender Klaus Buch. Heinz Nolden wird Ehrenkommandant.

Im Februar 1994 besteht der Landsturm der Stadtsoldaten, der auch weiterhin mit großem Erfolg seine Sitzungen bestreitet, 25 Jahre.

Gründung der Kavallerie – 1994

Ereignisse 1996 - 1997

1994 wird die Kavallerie der Stadtsoldaten unter der Leitung von Willi Hohn aus der Taufe gehoben. Seitdem wird das Bild des Stadtsoldatencorps anlässlich der Umzüge stets von einer beeindruckenden Kavallerie, die vor den Fußgruppen und Wagen reitet, geprägt.

Am 25.02.1996 verstirbt Ehrenkommandant Peter Hermanns nach über 50jähriger Mitgliedschaft. Er war maßgeblich an dem Neuaufbau des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt.

1997 wird Kommandant Georg Bartel mit Christel Schubert Prinzenpaar der Kernstadt. Das Corps wird vom 11.11.1997 bis zum Aschermittwoch 1998 von Ehrenkommandant Heinz Nolden übernommen.

Im Frühjahr 1997 besuchen 10 ehemalige Prinzenpaare mit dem Präsidenten des Bundes Norddeutscher Karneval, Lothar Manski aus Kiel, für drei Tage Rheinbach. Klaus Neumann und Heinz Nolden begleiten die Gruppe auf vielen Besichtigungen und Besuchen wie zum Beispiel in den Bundestag, zum Rathaus in Bonn als auch in Rheinbach und ins Ahrtal.

Neuer Kommandant – 1998

1998 stellen Georg Bartel und Klaus Buch ihre Ämter zur Verfügung. Nachfolger werden als Kommandant Willi Hohn und als Vorsitzender Klaus Neumann. Klaus Buch wird Ehrenvorsitzender. Wolfgang Schubert hört nach 31 Jahren als Oberzahlmeister auf und wird Ehrenoberzahlmeister. Er kann sich nun voll und ganz der Organisation und Betreuung des Kinderprinzenpaares widmen. Eine Tätigkeit, die er ohnehin bereits seit geraumer Zeit ausübt. Den weiblichen Begleitpersonen, die gleichviel Geduld und Freizeit opferten, gebührt Anerkennung und Respekt für ihren Einsatz. Die Verbindungen zu Bonner, Beueler, Godesberger und Kölner Vereinen werden durch Besuche noch mehr gefestigt.

Rückkehr in die Stadthalle – 2001

Ab der Session 2001 dürfen die Karnevalsvereine unter eigener Regie und Bewirtung in die Stadthalle zurück. Nach vielen Jahren eines Karnevals-Samstag-Balles feiern die Stadtsoldaten nun ihren Kameradschaftsabend in der Stadthalle, um befreundeten Vereinen von nah und fern die Möglichkeit zu bieten, mit ihren Auftritten die Gegenbesuche der Stadtsoldaten abzugelten. Direkt bezahlte Auftritte sind in den Zeiten leerer Kassen immer schwerer zu bekommen. Mit der Abgeltung eines Auftritts durch einen Gegenbesuch kann die Möglichkeit für die Vereine verbunden werden, ihr Können so oft wie möglich einem Publikum zu präsentieren.

In der gleichen Session wird aus dem ehemaligen Zugkomitee der Festausschuss Rheinbacher Karneval unter der Leitung von Gerhard Lenz.

Erstmalig übernimmt mit Silke Jakobsen eine Frau das Amt der Ersten Vorsitzenden – 2002

Im Mai 2002 stellt Klaus Neumann sein Amt als Vorsitzender zur Verfügung. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins übernimmt eine Frau, Silke Jakobsen, die Aufgabe der Ersten Vorsitzenden. Durch die Übernahme vieler kleiner Ämter hat sie sich hierfür verdient gemacht.

Am 20. November 2002 verstirbt nach kurzer, schwerer Krankheit das langjährige Vorstandsmitglied sowie der ehemalige Kommandant, Georg Bartel.

Ernennung eines Ehrenoffiziers - 2003

Am 2. März 2003 wird Bert Krämer nach 50jähriger aktiver Mitgliedschaft im Verein zum „Ehrenoffizier“ ernannt

Die Zusammenarbeit der Stadthalle mit den Vereinen funktioniert vorbildlich. Feuerwehr, Prinzengarde und Stadtsoldaten arbeiten jeweils bei den Festen des anderen Vereins in Harmonie zusammen. Man hofft auf eine langjährige Kooperation.

Am 31.05.2003 verstirbt das älteste aktive Mitglied, Ehrenoffizier Bert Krämer.

Auftaktveranstaltung 2003 zum 100jährigen Jubiläum 2005

Als Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Rheinbacher Stadtsoldaten veranstaltet das Corps im Herbst 2003 ein Konzert mit den „Paveiern“. Vor ausverkaufter Stadthalle ist das Konzert erfolgreich.

35jähriges Jubiläum des Musikzuges sowie des Landsturms – 2004

Der Musikzug, unter der Leitung von Simona Halder, blickt auf sein  35jähriges Bestehen zurück. Auch der Landsturm wird 35 Jahre jung.

Aus "Kameradschaftsabend" wird „Närrischer Abend" der Stadtsoldaten

Um auch Gäste über die Vereinsmitglieder hinaus bei den vormals bezeichneten „Kameradschaftsabenden“ zu integrieren, benennt man diese Abende in „Närrische Abende der Stadtsoldaten“ um.

Abordnungen vieler befreundeter Vereine sind dabei aufgetreten. Darunter die Rheinbacher Stadtsoldaten als Eisbrecher, Tambourcorps, Musikzug und Tanzgruppe aus Dürscheven, die Beueler Stadtsoldaten mit rund 90 Uniformierten und der Wäscheprinzessin, das Bonner Stadtsoldatencorps mit 110 Mann, nach 10jähriger Pause die Blasmusikanten aus Gressenich, die Kölner Stimmungsband „De Nüggele“, die Prinzengarde mit allen Tollitäten und viele mehr.

Silke Jakobsen gibt ihr Amt als Erste Vorsitzende an Willi Hohn ab – 2004

Im Juni 2004 stellt die Erste Vorsitzende – Silke Jakobsen – ihr Amt zur Verfügung. Willi Hohn übernimmt bis zum aktuellen Chronikstand im September 2005 das Amt des Vorsitzenden und Kommandanten.

Feier des 100-jährigen Jubiläums des Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach e.V. vom 30. September bis 2. Oktober 2005

Mit einem großen Festkommers feiern die Stadtsoldaten ihr 100-jähriges

Bestehen in Rheinbach.

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